Fünf zuverlässige Quellen zu lernen über Estisch Nach Maß | estisch nach maß

Aus: Ausgabe vom 06.10.2018, Seite 15/ Geschichte

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Als Karl Marx und Friedrich Engels ihr »Manifest der Kommunistischen Partei« im Januar 1848 zum Druck beförderten, ahnte wohl niemand, dass nur kurze Zeit später der halbe Kontinent in offenem Aufruhr sein würde. Von den Märzereignissen in Wien wurde Kanzler Metternich, der drei Jahrzehnte lang eisern einen Nachtwächterstaat beherrscht hatte, vollkommen überrascht, und ehe er sich versah, befand er sich in einer Eilkutsche in Richtung London. Kaiser Ferdinand, von seiner eigenen Propaganda »der Gütige« genannt, vom Volk aber wegen seiner geringen Geisteskraft »Gütinand der Fertige« geheißen, fragte publikumswirksam, ob der »Pöbel« denn das alles dürfe, doch angesichts der immensen Gefahr für Thron und Staat stimmte er schließlich einer Verfassung zu.

Doch wenn die Aufständischen gehofft haben sollten, die Staatsführung sei zu einer Teilhabe breiterer Volksschichten an der Machtausübung bereit, sahen sie sich bald umfassend getäuscht. Die sogenannte Pillersdorfersche Verfassung sah nichts dergleichen vor – und abermals begannen die Massen auf die Straßen zu fluten. Der Kaiser hielt es für ratsam, ins erzkonservative Tirol zu flüchten.

Um aber den immer größeren Druck durch die zahlreichen Proteste und Unruhen halbwegs mindern zu können, kündigte der Hof eine neue, weitergehende Verfassung an und stellte in seiner Not eine demokratische Debatte darüber in Aussicht. Tatsächlich war es im Juli 1848 soweit: Erstmals in der Geschichte Österreichs trat ein Parlament zusammen. Ein Parlament freilich, in dem die fortschrittlichen Kräfte bestenfalls in Spurenelementen vorhanden waren.

Die Ungarn gingen da schon einen Schritt weiter, und so war es kaum verwunderlich, dass die Progressiven in Wien sehnsuchtsvoll nach Osten blickten, während der Hof nach Wegen suchte, das revolutionäre Experiment in Budapest rasch zu beenden. Als nun aber am 6. Oktober 1848 kaiserliche Truppen just von Wien aus gegen die revolutionären Ungarn ziehen sollten, da war für die revolutionären Wiener Arbeiter und Studenten das Maß voll.

Ausgangspunkt für die folgenden Ereignisse war eine Kaserne in der Vorstadt Gumpendorf, wo die Soldaten den Gehorsam verweigerten. Die Studenten und Teile der bürgerlichen Nationalgarde schlossen sich den Revoltierenden umgehend an. Ein kaiserlicher Generalmajor erhielt daraufhin den Auftrag, den Abzug der Soldaten durch Brechung jedweden Widerstands zu ermöglichen. Es kam zu heftigen Gefechten und Barrikadenkämpfen. Die regulären Truppen, die nicht mit solchem Widerstand gerechnet hatten, gaben eilig Fersengeld.

Dass auf Seiten der Revolutionäre zahlreiche Opfer zu beklagen waren, steigerte die Wut der Menge nachhaltig. Man zog zum Sitz des Kriegsministeriums und lynchte den Kriegsminister Graf Latour, der den Befehl zur Niederschlagung der Revolte gegeben hatte. Seine Leiche wurde an eine Straßenlaterne gehängt, was den Wienern für mehrere Generationen die Formulierung »Auf die Gaslatern’ mit ihm« gab, die immer dann zur Anwendung kam, wenn jemandem eine finale Abreibung verpasst werden sollte. Im Zuge dieses Aufruhrs gelangte auch das Zeughaus in die Hand der Revolutionäre, so dass diese nun erstmals über eine ebenbürtige Bewaffnung verfügten. Der Kaiser, eben erst nach Wien zurückgekehrt, floh prompt wieder, indem er mit der nagelneuen Eisenbahn nach Olmütz entwich.

Doch der Staatsapparat war nicht willens, sich so einfach geschlagen zu geben. Kroatische Truppen unter dem gefürchteten Joseph Jelacic beschlossen, auf ihrem Weg nach Ungarn einen Zwischenhalt in Wien einzulegen, und der nicht minder reaktionäre Fürst Windisch-Graetz schickte per Eisenbahn zwei kaisertreue Truppenkontingente aus Prag. Die Kroaten vereinigten sich am 12. Oktober mit den aus Wien geflüchteten Reaktionären, wenige Tage später stießen die Prager dazu, und am 22. Oktober, just jenem Tag, an dem die Abgeordneten des Reichsrats von Wien nach Kremsier übersiedelten, wurde der Belagerungsring um Wien geschlossen.

Zwei Tage später begannen erste Scharmützel in den Vororten wie Hetzendorf oder Brigittenau. Am 26. Oktober waren die kaiserlichen Truppen so nahe an das Zentrum der Stadt herangerückt, dass sie mit einem Bombardement beginnen konnten. Im Schutze der Kanonen drangen die Kaiserlichen bis Matzleinsdorf und den Südbahnhof vor, wogegen die Revolutionäre wenig mehr aufbieten konnten als eilig aufgerichtete Barrikaden – und die Hoffnung, die Ungarn, die am 28. Oktober die Leitha in Richtung Wien überschritten, mochten rechtzeitig eintreffen, um den Belagerungsring zu durchbrechen.

Wie groß war die Erleichterung der Revolutionäre, als sie am 30. Oktober die Nachricht erhielten, die Ungarn hätten die Kaiserlichen besiegt. Sofort gab der Oberkommandierende der Nationalgarde, Wenzel Messenhauser, den Befehl zum Gegenangriff. Alsbald aber musste er erkennen, dass er einer Falschmeldung aufgesessen war. Das Dauerfeuer der kaiserlichen Kanonen sprach eine eindeutige Sprache. Nur einen Tag später war ganz Wien im Besitz der reaktionären Kräfte, die Aufständischen tot oder in kaiserlichem Gewahrsam.

Und wie stets in der Geschichte hielten die Herrschenden ein grausames Blutgericht ab. Messenhauser wurde mit zahlreichen Genossen hingerichtet, darunter auch Robert Blum, der als Abgeordneter eigentlich politische Immunität besaß, was aber die Vertreter des Kaiserhauses wenig kümmerte. Sie waren die letzten der rund 2.000 Menschen, die der Konterrevolution zum Opfer fielen.

Die Wiener Niederlage wurde zum Menetekel für die gesamte revolutionäre Bewegung. Nur wenige Tage später machte preußisches Militär den Berliner Fortschrittlichen den Garaus, im Folgejahr mussten sich auch die Ungarn wieder dem reaktionären Joch beugen. Selbst der zahnlose Reichsrat in Kremsier wurde aufgelöst, der neue Kaiser, Franz Joseph, gedachte absolutistisch zu herrschen, vollkommen frei von verfassungsrechtlichen Einschränkungen. Kein Wort mehr von Versammlungs- oder Pressefreiheit, kein Gedanke an Arbeiterrechte. Sämtliche Zusammenschlüsse der Arbeiterschaft wurden verboten, die Unterdrückung des Proletariats war wieder genauso gnadenlos wie zu Metternichs Zeiten.

Heute bringen wir die Botschaft der ungleich wichtigeren Wiener Revolution vom 6. und 7. Oktober. Die ausführlichen Berichte der Wiener Ereignisse zwingen uns, alle räsonierenden Artikel heute wegzulassen. (…) Unsere Leser ersehen aus den Berichten des Wiener Korrespondenten, dass diese Revolution an dem Misstrauen der Bourgeoisie gegen die Arbeiterklasse, wenn nicht zu scheitern, so wenigstens in ihrer Entwicklung gelähmt zu werden droht. Wie dem aber auch sei, ihr Rückschlag auf Ungarn, Italien und Deutschland vereitelt den ganzen Feldzugsplan der Konterrevolution. Die Flucht des Kaisers und der tschechischen Deputierten aus Wien zwingt die Wiener Bourgeoisie, will sie sich nicht auf Gnade und Ungnade ergeben, den Kampf fortzusetzen. Die Frankfurter Versammlung wird von dem Wiener Ereignis unangenehm aus ihren Träumereien aufgeschreckt, und das Berliner Ministerium an dem Universalmittel, dem Belagerungszustand, irr werden. Der Belagerungszustand machte wie die Revolution die Tour um die Welt. Man versuchte eben das Experiment im Großen auf ein ganzes Reich, auf Ungarn anzuwenden. Dieser Versuch hat die Revolution in Wien heraufbeschworen. Der Belagerungszustand wird sich von dieser Schlappe nicht mehr erholen. Der Belagerungszustand ist für immer kompromittiert. Es ist eine Ironie des Schicksals, dass gleichzeitig mit Jelacic der westliche Heros des Belagerungszustandes, Cavaignac (Louis-Eugène, französischer General, der die Niederschlagung des Pariser Juniaufstands befehligte, jW), zur Zielscheibe des Angriffs aller Fraktionen geworden ist, die er im Juni mit Kartätschen gerettet hat. Nur durch den entschiedenen Übertritt zur Revolution kann er sich für einige Zeit noch möglich machen.

Karl Marx: »Revolution in Wien«, Neue Rheinische Zeitung, 12.10.1848

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